Mein Kind hat psychische Probleme

Inhalt

Ich kann nicht mehr! Wenn die Krise Eltern ansteckt

Die Betreuung eines Kindes mit psychischen Problemen geht an die Substanz. Achten Sie auf Ihre Gesundheit, suchen Sie einen Ausgleich, damit Sie Ihr Kind nicht noch zusätzlich belasten.

Jugendliche sind anstrengend, vor allem wenn sie in einer Krise stecken. Sie sind missmutig, gehorchen nicht, arbeiten zu wenig für die Schule, räumen ihr Zimmer nicht auf. Sie können Eltern richtig zur Verzweiflung bringen! Man muss hundert Mal das Gleiche sagen und sie machen es immer noch nicht. Auf die kleinste Bemerkung reagieren sie gereizt und wollen in Ruhe gelassen werden.

Wenn Sie ein Kind mit psychischen Problemen betreuen, werden Sie solche Momente kennen. Sorgen, Angst, Wut, Ärger, Enttäuschung, Verzweiflung, Erschöpfung – all das macht man als Eltern durch. Und irgendwann kann man einfach nicht mehr.

Helfen Sie Ihrem Kind, indem Sie sich Sorge tragen

In solchen Momenten ist es wichtig, dass Sie Ihre Gefühle ernst nehmen und sich Zeit für sich nehmen. Was brauchen Sie, um wieder zu Kräften zu kommen? Einen Abend, ein Wochenende ohne Ihren Nachwuchs? Ein gutes Essen, ein Gespräch oder einen geselligen Abend mit Freunden? Nehmen Sie Ihre Bedürfnisse ernst und gönnen Sie sich etwas!

Vielleicht finden Sie es egoistisch, einen schönen Abend zu verbringen, während dem Ihre Tochter / Ihr Sohn gerade in einer Krise steckt. Auch wenn es merkwürdig tönt: Sie helfen Ihrem Kind, wenn Sie zu sich schauen! Auch wenn ein Jugendlicher gegen die Eltern rebelliert und sich über Sie nervt: das Befinden seiner Eltern ist keinem Kind egal.

Wenn es Ihnen nicht gut geht, leidet Ihr Sohn / Ihre Tochter mit. Und wenn Sie für sich gut sorgen und zu Hause wieder entspannter sind, entlastet das auch Ihren Teenager. Dieser hat mit seinen eigenen Problemen schon genug zu tun und möchte sich nicht noch um seine bedrückten Eltern kümmern müssen.

Innerlich loslassen

Dies hört sich vielleicht widersprüchlich an, aber versuchen Sie, einerseits für Ihren Jugendlichen da zu sein und ihn bestmöglich zu unterstützen, andererseits sich innerlich von Ihrem erwachsen werdenden Kind etwas zu lösen, d.h. emotional ein bisschen Abstand zu nehmen.

Das ist gerade in der Krise besonders schwierig. Aber sagen Sie sich: «Ich habe mein Bestmögliches für meine Tochter / mein Sohn getan. Nun wird sie / er älter, ist bald erwachsen und wird eigenständiger. Auch wenn Ihr Jugendlicher psychische Probleme hat, muss er eigenständig werden und soll in seiner Entwicklung nicht gebremst werden».

Das bedeutet nicht, dass Sie als Eltern nichts tun sollten! Holen Sie sich Rat bei Fachpersonen, sprechen Sie mit Freunden und suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Tochter / Ihrem Sohn.

Patronat
Autor/-in
Corsin Bischoff
Monika Alessi

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