Das sagen die Profis

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Mein Kind ist der Chef!

Es gibt Familien, bei denen das pubertierende Kind immer das letzte Wort hat. Die Eltern können das Familienleben kaum mehr beeinflussen. Wenn Sie auch den Eindruck haben, dass Sie zu Hause nichts mehr zu sagen haben, dann ist höchste Zeit zu handeln.

Ihre Rolle als «Familienoberhaupt» erobern Sie nicht mit Drohungen, Wut oder Schreien zurück. Auch wenn diese Verhalten vielleicht kurzfristig Wirkung zeigen, haben sie den grossen Nachteil, dass sie die Beziehung belasten.

Ein solches Familienklima macht den meisten Kindern Angst und führt zu einem Rückzug. Meist verhindert es auch, dass die Kinder ihre eigenen Eltern in deren Rolle anerkennen und respektieren. Dies setzt jedoch eine ausgewogene und solide Beziehung zu Ihrem Kind voraus.

Eine ausgewogene und solide Beziehung ist wichtig

Zwar haben wir unter «Erziehung und Beziehung» Empfehlungen geschrieben, wie man eine gute Beziehung mit Teenagern aufbauen kann; wenn Ihre Beziehung mit dem pubertierenden Kind sehr belastet ist, wird man jedoch mehr als ein paar Tipps brauchen, um die Situation zu verbessern.

Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall, mit Experten/-innen oder mit Selbsthilfegruppen Kontakt aufzunehmen, so dass diese Sie begleiten und unterstützen können, mit Geduld die Beziehung zu Ihrem Sohn oder zu Ihrer Tochter wieder aufzubauen. Adressen finden Sie in INFO QUEST.

Eine ausgewogene und solide Beziehung ist für die Entwicklung des Kindes wichtig, nicht nur als Schutz gegen eine Onlinesucht.
» Beziehung zum Sohn: Das sagen die Eltern!

Die Geschwister

Dazu kommt noch die Rolle von älteren Geschwistern, die auch nicht unterschätzt werden darf. Geschwister können sowohl positive wie auch negative Vorbilder sein.

Zeichnet sich bei einem älteren Geschwister eine Onlinesucht ab, kann es manchmal helfen, dieses Kind sanft an seine Vorbildrolle zu erinnern. Die meisten wollen nicht, dass ihre jüngeren Geschwister ebenfalls Probleme wegen der Mediennutzung bekommen.

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Patronat
Autor/-in
Isabel Willemse

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Über das psychische Wohlbefinden wird meist wenig gesprochen und psychische Erkrankungen sind weiterhin Tabuthemen. Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie auf der Website des Ostschweizer Forums für Psychische Gesundheit

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