Mit Konflikten umgehen

Inhalt

Niedergeschlagenheit und Trauer

Wer seine Niedergeschlagenheit und Trauer zeigt, sie nahestehenden Menschen anvertrauen kann, wird auch leichter wieder fröhlich und gewinnt den Respekt von echten Freundinnen und Freunden.

Wer diese Gefühle hingegen unterdrückt, kann leicht in einem Gefühlschaos landen, das am Ende vielleicht Wut, Frustration und Gewalt auslöst.

Wenn jemand dauernd Fröhlichkeit spielt, auch wenn er/sie innerlich einen düsteren Regentag durchmacht, werden das die anderen Leute mit der Zeit merken – und es wird ihnen seltsam vorkommen. Worte für Deine Niedergeschlagenheit und Trauer zu finden befreit Dich – und macht es möglich, dass Du getröstet wirst! Sicher ist: Auch coole Leute dürfen mal traurig sein!

Wenn Du Deine Niedergeschlagenheit und Deine Trauer einfach in Dich hineinfrisst, erzeugt dies einen unangenehmen Klumpen in Dir: Dieses Vorgehen kann am Ende leicht in Trotz, Wut und Gewalt umschlagen. 

Wann hast Du zum letzten Mal geweint? Oder findest Du es lächerlich, uncool, schwach, wenn jemand seine Tränen zeigt? Dabei ist es ganz einfach: Alle Menschen müssen manchmal weinen, auch die coolsten. Wusstest Du, dass ein japanischer Schwertkämpfer, ein starker Samurai, dazu fähig sein musste, seine Tränen zu zeigen?! Warum? Weil nur jemand, der die innere Stärke hat, auch seine Verletzlichkeit und seinen Schmerz mit anderen Menschen zu teilen, wirklich mutig und stark ist! Wer seine Trauer immer überspielt, wird mit der Zeit gar nichts mehr spüren – und deshalb innerlich einsam werden.

Solltest Du allerdings immer traurig und niedergeschlagen sein, obwohl Du Deine Trauer vor anderen Leuten zeigen kannst, wenn Dir die Welt immer grau und leer vorkommt, könnte es sein, dass Du Hilfe brauchst. Dann hast Du vielleicht das, was man eine Depression nennt. Das ist eine Erkrankung Deiner inneren Welt: Es gibt aber Fachleute, die diese Krankheit heilen können. Wenn Du Angst hast, aus Deiner Trauer nicht mehr herauszufinden, sprich mit Deinem/r Hausarzt/Hausärztin darüber. Schildere dabei ehrlich, wie es Dir geht: Du wirst ernst genommen und geholfen Dich wieder besser zu fühlen.   

Patronat
Autor/-in
Michael Miedaner
Christian Platz

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Die Samurai waren besonders mutige japanische Ritter, treue Schwertkämpfer, die ihrem Kaiser dienten. Die Ausbildung zum Samurai begann schon im Kindesalter. Ihr körperliches und psychologisches Training dauerte viele Jahre und war äusserst hart.

Bei dieser Ausbildung wurden schwierige Gefühle nicht einfach unterdrückt, sondern sie wurden ernst genommen und in das Training einbezogen. Die Ausbilder der Samurai wussten: Nur wer seine Gefühle kennenlernt, erforscht und ausdrückt, kann sie am Ende beherrschen!